Die Saison 2011...
Die ersten warmen Tage am ersten Februar Wochenende sind für mich der Startschuss der Saison 2011. Persönlich habe ich mir vorgenommen, wieder vermehrt ans Wasser zu gehen und meiner Leidenschaft zu frönen...
"Weblog" der Saison 2011
29. Oktober 2011
Ein Versuch auf Hecht am alten Rhein..
Felix und ich haben uns um 14.30h unterhalb der Isteiner Schwelle getroffen, um wieder einmal auf Hecht zu fischen. Wir fischen mit grossen und kleinen Streamern, mit floating und sink3 Leinen die Pools ab, nichts. Danach versuchen wir noch bei den Buhnen bei Rheinweiler, doch auch hier keine Bewegung und kein Nachläufer.



Wir haben zwar nichts gefangen, aber einen wettermässig äusserst angenehmen Nachmittag erlebt mit Temperaturen um die 16 Grad und das Ende Oktober! Die Natur ist im Moment wirklich schön, die Blätter an den Bäumen haben alle Farben...
8. und 9. Oktober 2011
Ein Weekend in Italien an der Mera..

Bericht folgt...
24. und 25. September 2011
Ein Weekend auf Hecht am Lac Brenet... oder was man mit neuen Belly Booten so erleben kann...
Bruno, Felix, Patrick und ich wollten wieder einmal ein für uns neues Gewässer auskundschaften. Die Wahl fiel auf den Lac Brenet, ein kleiner See im Waadtländer Jura auf 1'000 Metern direkt neben dem bekannten Lac de Joux gelegen. Sylvie hat mich begleitet, weil sie auch einmal in einem Belly Boot auf dem See rudern wollte...
Nach zügiger Fahrt kamen wir um ca. 10.00h am See an, dichter Nebel. Patent in der Bäckerei in Le Pont holen und gleichzeitig etwas zu essen organisieren geht einher. Die Fahrt durch das Dorf "Les Charbonnières" wird etwas mühsam, weil das Fest des Vacherin Mont d'or stattfindet. Schlussendlich schaffen wir es zum See. Dort tauchen immer wieder die Hauptprotagonisten des Festes auf:

Die Kühe sind die Hauptdarsteller am Fête du Vacherin Mont D'or...

Wir machen uns dann ans Aufpumpen unserer nagelneuen Imago Belly Boote und freuen uns auf einen wunderschönen Tag. Doch leider hält die Freude nicht lange an, kurz nach dem Aufpumpen hört Sylvie ein merkwürdiges Geräusch bei meinem Imago Belly Boat. Tatsächlich, da pfeift es...ich verliere Luft in der grossen Kammer. Es bleibt mir nichts anderes übrig als die Kammer freizulegen und zu schauen, was los ist.

Wie das Foto oben zeigt, ist die Naht sehr schlecht verschweisst und deshalb dort aufgebrochen. Wir kontrollieren alle Nähte und sind schockiert, absolut billige und schlechte Arbeit. Wir finden zum Glück im Dorf einen freundlichen Herrn, der in seiner Garage eine kleine Werkstatt eingerichtet hat und so können wir nach ein paar Versuchen den Riss mit einer Heissluftpistole neu verschweissen.
Als Bruno und ich vom "Werkstattbesuch" zurückkehren hören wir Felix fluchen, bei ihm entweicht auch Luft aus seinem nagelneuen Imago Belly Boot! Er nimmt die Pumpe mit auf den See! Vor dem ersten Wassern gehen bei Bruno's Imago Boot die beiden Reissverschlüsse der Taschen beim ersten Hantieren schon kaputt, unglaublich!
Mein "altes" Orvis Belly Boot, das wir für Sylvie aufgepumpt haben, steht wie eine Eins da.

Nach diesen ersten Imago-Schocks wassern wir endlich unsere Boote und beginnen den See mit unseren Streamern abzusuchen, vorerst ohne Erfolg. Wir haben mittlerweile wunderschönes Wetter und geniessen die Sonne und den See...


Nach ca. 3 Stunden fischen kommt endlich der ersehnte Biss, doch der Widerstand hält sich in Grenzen: Krautchechtlein...



Und er schwimmt wieder... immerhin etwas Action. Weitersuchen! Später, nach fast einer ganzen Seeumrundung treffen wir auf Bruno und Felix. Bruno verliert mittlerweile auch Luft in der Hauptkammer und Felix pumpt etwas alle 20 Minuten neue Luft in die Kammer, damit er nicht absäuft...die Stimmung war auch schon besser!

Immerhin fangen Bruno und Felix auch noch je ein Krauthechtlein, doch grössere Hechte lassen sich nicht blicken. Patrick hat schon aufgegeben. Wir machen auch Feierabend, beziehen unsere Hotelzimmer und fahren nach Le Pont und essen wunderbare Eglifilets aus dem benachbarten Lac de Joux.
Nach einer kurzen Nacht und einem bescheidenen Frühstück nehmen wir den zweiten Belly Boat Tag in Angriff.

Leider muss Bruno heute schon von Anfang an, die Pumpe mit an Bord nehmen, genau wie Felix schon seit gestern. Beide Boote verlieren laufend Luft, meines scheint seit der Reparatur von gestern dicht zu sein. Wir fischen bis ca. 13.30h ohne jeden Erfolg bei schönstem Wetter und angenehmen Temperaturen. Wir machen eine gemütliche Mittagspause und danach wollen wir noch einmal in See stechen, um vielleicht doch noch einen schönen Hecht zu landen. Doch Bruno's Boot verliert derart stark Luft, dass er sich nicht mehr auf den See getraut. So ein Mist!
Ich bin keine Viertelstunde auf dem See und etwa 150m vom Ufer weg, als urplötzlich ein komisches Geräusch ertönt. Ich schaue auf die grosse Luftkammer und muss mit ansehen, wie innert Sekunden die schwarze Stoffhülle reisst und die Luftkammer bedrohlich nach aussen kommt. Ich habe einen Moment echt Panik und denke, jetzt passiert es, es wird knallen und ich muss schwimmen! Zum Glück sind Felix und Sylvie in meiner Nähe und mit vereinten Kräften gelingt es uns, an das sichere Ufer zu kommen ohne dass ich schwimmen muss. Am Ufer betrachten wir das Boot, eine einzige Katastrophe, zum Glück hat die Naht gehalten, sonst wäre der Stoff komplett gerissen...

Nach diesem Erlebnis will auch Felix mit seinem Boot nicht mehr auf den See und somit müssen wir unser Weekend vorzeitig abbrechen. Immerhin hat Patrick mit seinem "alten" Belly Boot noch 2 Super Rotaugen mit der Nymphe gefangen...

Die Firma Imago hat uns 3 Belly Boote verkauft, die nach dem ersten Einsatz alle 3 massive Schäden hatten: keines war dicht, 2 hatten kaputte Reissverschlüsse, 2 hatten zerrissene Stoffhüllen (1x grosse Kammer, 1x Sitz). Die Boote liegen zwar super auf dem Wasser, aber die Qualität ist lausig, billige China-Ware. Unser Verdikt:

Die Firma hat sich entschuldigt und uns unser Geld zurückbezahlt und versichert, dass dies wirklich ein Einzelfall sei. Wir werden uns neue Boote zulegen, aber nicht mehr von Imago...
10. September 2011
Stammtisch der Flyfishingcracks am alten Rhein...
Mathias hat zu einem Outdoor-Stammtisch gerufen und immerhin etwa 15 Cracks sind gekommen! Bei unglaublich heissen 30 Grad haben wir am Nachmittag ein wenig gevespert und gefischt. Felix und ich sind am Nachmittag für 2 Stunden mit den Belly Booten den Rhein hinunter und haben mit grossen Streamern auf Hecht gefischt. Felix hat ein kleines Grashechtlein erwischt.
Am Abend haben wir bis in alle Nacht grilliert und am grossen Lagerfeuer Erlebnisse ausgetauscht. Es war wieder einmal echt schön...











26. Juli bis 5. August 2011
Endlich wieder Lachsfischen...
Mario und ich haben nach längerer Planung 8 wunderbare Tage beim Lachsfischen in Island verbracht. Hier geht es zum Reisebericht Stóra Laxá und hier zum Bericht von der Blanda.

25. Juni 2011
Karpfenfischen an einem Elsässer Weiher...
Ausnahmsweise bin ich mal nicht mit der Fliegenrute unterwegs! Sylvie's Göttibube fischt gerne und möchte endlich mal eine grossen Karpfen fangen. Dank der Mithilfe von Bernard Schmitt, dem ein Weiher im elsässischen Fulleren gehört, können wir Leon diesen Wunsch erfüllen. Glücklicherweise habe ich meine Ausrüstung für die Zapfenfischerei noch wie man auf dem nachfolgenden Foto sieht...

Das Gerät ist schnell bereit, ein wenig Anfüttern mt Mais und schon kann es losgehen. Leon fischt wie vergiftet und hoch konzentriert...

Ich fange nach kurzer Zeit 2 Spiegelkarpfen und gebe jeweils nach dem Haken die Rute einmal Leon und einmal Sylvie in die Hand, um die Fische auszudrillen. Beide machen das sehr gut, so dass ich die Fische jeweils problemlos feumern und sie nach kurzem Fotografieren wieder schwimmen lassen kann.


Danach fängt Leon selber einen schönen Schuppenkarpfen...

Auch Bernard und sein Kollege mit Göttibub fangen Karpfen und ich versuche es zwischenzeitlich auf Hecht mit dem Streamer. Zu meiner grossen Ueberraschung habe ich einen Biss und fange einen korrekt gehakten, grossen Spiegelkarpfen, der meinen Hechtstreamer voll genommen hat! Also doch noch ein wenig Fliegenfischen...
12. März 2011
Auf Forelle am alten Rhein...
Sylvie und ich beschliessen einen kurzen Abstecher an den alten Rhein zu machen und es noch einmal mit den Forellen zu probieren. Wieder befische ich den schönen Lauf beim Huttinger Loch, doch kein Biss. Action gibt es jedoch trotzdem: Sylvie hat mit meinen alten Watschuhen keinen guten Halt auf den mit Algen besetzten Steinen und rutscht gleich mehrmals aus, ich fische sie jeweils aus den Fluten... glücklicherweise ist sie nicht nass, gute Wathosen und Watjacke sind Gold wert.

Trotz dem genauen Abfischen des oberen Laufes geht nichts und so wechseln wir zum unteren Lauf bei der Schwelle. Kurz vor Schluss habe ich einen heftigen Biss, den ich aber nicht verwerten kann. So geht ein weiterer kurzer Abstecher zwar ohne Fisch zu Ende, aber Spass hatten wir trotzdem...



Sylvie sieht schon fast wie eine Fliegenfischerin aus...
5. März 2011
Forelleneröffnung am alten Rhein...
Endlich Forelleneröffnung: Felix, Patrick und ich treffen uns im schönen Lauf beim Huttinger Loch und fischen mit dem Streamer und intermediate Schnur. Nach kurzer Zeit hat Felix die erste Forelle im Drill, sie kommt jedoch nach kurzer Zeit ab: Vorfachbruch! Es zeigt sich einmal mehr, dass beim Streamerfischen ein 0.30mm in der starken Strömung des Rheins Pflicht ist.

Bei mir und Patrick geht vorerst noch nichts. Nach dem Ausfischen des Laufes nehme ich mir die unscheinbare Schwelle vor und nach ein paar Würfen hake ich eine Forelle. Sie ist mit ca. 38-40cm zwar untermässig aber wunderschön. Nach einem kurzen Foto schwimmt sie wieder...

12. Februar 2011
Noch einmal am alten Rhein...
Das schöne, frühlingshafte Wetter hat mich noch einmal an den alten Rhein unterhalb von Basel gezogen. Kurz vor der Hechtschonzeit will ich meine Streamer noch ein wenig spazieren führen. Ich starte diesmal unterhalb des Stauwehres in Märkt und fische ca. einen Kilometer runter.


Der Streamer spielt sehr schön im Wasser, doch nichts geht...

Nach 2 Stunden wechsle ich den Standort und fahre weiter rheinabwärts und versuche es dort noch für eine Stunde. Kurz vor Feierabend fange ich noch einen kleineren Hecht um die 50cm.

5./6. Februar 2011
Start in die Saison am alten Rhein auf Hecht...
Angespornt durch meine Freundin Sylvie habe ich Ende Januar mit ihr ein paar Hechtstreamer gebunden. Sie will unbedingt Fliegenbinden lernen und da bietet sich der Bau von Hechtstreamern zum Starten doch an!
Und endlich haben wir auch wieder vernünftige Temperaturen, die einen ersten Versuch auf den Hecht am alten Rhein auf deutscher Flussseite rechtfertigen. Wir kommen so gegen halb Drei am Nachmittag am Fluss an und die Temperatur zeigt 11 Grad Celsius und dies bei Sonnenschein. Ich starte mit einem grossen Tubefly-Bunny-Streamer, den Sylvie alleine gebunden hat. Sylvie ist sehr gespannt, ob denn ihr Bunny fängt...einen Hecht hat sie bestellt, wie sie mir sagt.

Gegen das Ende der ersten Buhne erfolgt er dann, der berühmte Schlag in die Rute! Ich hebe meine Guideline an und ein guter Widerstand macht sich bemerkbar gefolgt von einer ersten Flucht. ich muss etwas gewähren, der Fisch nimmt mir 3-5 Meter Schnur. Dann übernehme ich die Kontrolle und bringe den Fisch zum ersten Mal an die Oberfläche. Sylvie ist ganz aufgeregt, schliesslich hat der blau-schwarze Streamer von ihr den Hecht zum Anbiss verleitet! Bravo Sylvie...

Der gibt aber mächtig Schub...
Ich schätze den Hecht so um 65cm, er ist voll im Saft und gibt sich noch nicht geschlagen...doch nach 2-3 Minuten gibt er auf...

Sylvie fotografiert souverän und reicht mir wie gewünscht den Boga-Grip. Dieses Tool ist einfach gut, es verletzt den Hecht nicht und er bleibt ruhig im Wasser, ich löse den Haken und nach kurzem Vermessen im Wasser lassen wir ihn in seine verdiente Freiheit zurück. Er steht noch eine kurze Zeit zwischen den Steinen und schwimmt dann gemächlich zurück in die Tiefe des Rheins....

Erster Hecht der Saison 2011: 70cm, Alter Rhein
Sylvie ist zurecht sehr stolz auf sich, ihr Streamer hat sich schon mal bewährt...nun ist einer von mir dran. Ich montiere eine Chartreuse-farbige Bunny-Tubefly und fische die zweite Buhne sorgfältig ab.

Wurf für Wurf wird sauber ausgefischt, plötzlich schiesst vor unseren Füssen ein schöner Hecht in ähnlicher Grösse wie der erste Hecht auf den Streamer, verpasst ihn aber. Sylvie ist dabei erschrocken und ich werfe noch einmal und wieder attackiert der Hecht fast vor unseren Füssen den Streamer, hat uns diesmal aber vermutlich gesehen und dreht im letzten Moment ab. Ich wechsle den Streamer und versuche noch einmal, erfolglos, der Hecht hat genug von diesem Spiel.
Wir geniessen die wunderbare Abendstimmung am Rhein und fahren nach dem Sonnenuntergang entspannt und befriedigt nach Hause und begiessen den Hecht mit einem guten Tropfen!


Am Sonntag, 6. Februar, hat es uns dann noch einmal an den alten Rhein gezogen. Felix Huber ist auch noch zu uns gestossen und wir versuchten es diesmal weiter oben bei den Schwellen. Die Isteiner Schwelle sieht im Moment sehr verführerisch aus...


Wir haben diverse Läufe abgefischt bei angenehmen 13 Grad Celsius. Gefangen haben wir zwar nichts, aber es hat trotzdem enorm Spass gemacht...
Und ja ein Bild der stolzen Hechtstreamer-Binderin in Vollmontur habe ich auch noch:


